INFORMATION

Wie werde ich Skipper?

Diese Frage wurde an AICHFELD YACHTING in den letzten 25 Jahren sehr oft gestellt. Dazu fällt mir ein guter Spruch ein: Skipper werden ist relativ leicht, aber ein guter Skipper sein ist schwer. Ich rate gleich vorweg von Ausbildungen ab die nach dem Motto GELD HIN, SCHEIN HER funktionieren.

AICHFELD YACHTING fährt seinen Kurs mit einer vernünftigen und gezielten Theorieausbildung, wobei für uns noch immer eine aufwendige Praxisausbildung das Entscheidende ist. Nicht der “Skipperschein” ist das Wichtigste, sondern das Können, die richtige Selbsteinschätzung und natürlich auch eine gute Teamfähigkeit. Diese 3 Faktoren kann man nur durch viel Training und Erfahrung aufbauen.

Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen guten Überblick über die unterschiedlichen Zertifikate und erklären Ihnen wie Sie diese mit uns gemeinsam am besten erlangen können.
Natürlich können diese Informationen kein persönliches Gespräch ersetzen. Deshalb veranstalten wir regelmäßig Infoabende, damit wirklich jeder weiß was Sache ist. Bitte beachten Sie die Seite Termine und News für Terminankündigungen.

Wenn Sie gleich Fragen haben, stehen wir Ihnen natürlich gerne über unser Kontaktformular oder per Email zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten bieten wir Ihnen, damit Sie zu Ihrem Yachtführerschein, Zertifikat kommen?

Der Theoretische Teil

Zur Zeit veranstalten wir unsere Schulungen in Form von Wochenendkursen, Seminarausbildungen und Abendkursen:

  • Seminarkurse/-törns: Die zur Zeit beste Aubildungsform. Theorie und Praxis an Bord. Learning by Doing, wirklich brauchbar, anzurechnende Törnwoche, keine mühsamen Termineinteilungen usw.
  • Wochenendkurse: Optimal, freie Zeiteinteilung zum Lernen von Montag bis Freitag.
  • Abendkurse: Nicht ganz optimal. Berufstätige TeilnehmerInnen sind am Abend müde und abgespannt.

Der Praktische Teil              UNSERE AUSBILDUNGSYACHT

Ausbildungstörns und Prüfungtörns sollen unbedingt bis max. Mai und wieder ab frühestens Oktober gefahren werden. Die Saisonzeiten werden für alle SeglerInnen weltweit immer länger. Eine Übungs- oder Trainingscrew ist bei seinen Liegeplatznachbarn nicht sehr gefragt. Im Frühjahr und im Herbst sind passende Winde wahrscheinlicher, als im Sommer. Eine Wetter Instabilität ist auch in diesen Jahreszeiten eher möglich. Nur Sonne und glattes Wasser sind für eine vernünftige Ausbildung unbrauchbar.

  • Ausbildungstörn: Das Optimum für Einsteiger und Urlaubssegler. Bei diesen Törns werden vorwiegend Hafenmanöver, alle Segelmanöver, Navigations- und Nachtfahrten, Sicherheit an Bord, Technik, Crew- und Wacheinteilung, Logbuchführung etc. trainiert. Ein Ausbidungstörn soll nie mehr als 150 Sm bis max. 180 Sm bringen. Mehr Seemeilen bedeuten bereits, dass die ein Meilentörn ist und somit andere wichtige Ausbildungs Themen gekürzt werden.
  • Meilentörn: Auch dieser Törncharakter hat seine gute Berechtigung. Man erkennt, ob man für längere Schläge überhaupt geeignet ist, oder doch lieber kürzere Legs machen will. Die Ausbildung kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz. Viele Segelmanöver, viele Nachtfahrten mit Nachtansteuerungen, geregelter Wachplan, spezielle Verproviantierung an Bord, Navigation außerhalb Landsicht, teilweise Wetternavigation, und verstärkte Sicherheitsausbildung in allen Bereichen. Es werden ca. 350 Sm bis ca. 500 Sm in einer Woche gefahren.
  • Prüfungstörn: Wie schon der Name verspricht, ist das der letzte Törn der Ausbildungs Phase. BITTE benutzen Sie diesen Törn nicht dazu, damit Sie erst das Segeln / Motoryachting erlernen wollen. Kein Problem für Auszubildende, denn bis Prüfungsbeginn wird ja noch sehr viel trainiert und Azubis sind im Yachtbetrieb voll integriert, auch während der Prüfung.

Noch ein Hinweis zum Schluss. Mischen Sie nie die verschiedenen Törncharakter, das geht daneben. Im Klartext heißt das, dass Sie keinen Urlaubstörn zu einem Ausbildungstörn machen sollen, denn so verlieren Sie Crews.

Welche Yachtführerscheine und Zertifkate können Sie bei AICHFELD YACHTING erwerben?

Wir veranstalten mit unserem Partner MSVÖ – Motorbootsport- und Seefahrtsverband Österreich alle Ausbildungen für Internationale Küsten- und Hochseepatente für Segel- und Motoryachten.

Fahrtbereich 1 (FB 1)

  • Gültigkeit: 3 Sm Entfernung von der Küste oder dem letztem Seezeichen, Watt- oder Tagesfahrt
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / 50 Sm / 1 Nachtfahrt und 1 Nachtansteuerung / 16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorie Ausbildungsdauer: ca. 30 Std.

Fahrtbereich 2 (FB 2)

  • Gültigkeit: 20 Sm Entfernung von der Küste oder dem letztem Seezeichen.
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / 18 Bordtage / 500 Sm / 3 Nachtansteuerungen / 3 Nachtfahrten /
    16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorie Ausbildungsdauer: ca. 60 Std.

Fahrtbereich 3 (FB 3)

  • Gültigkeit: 200 Sm Entfernung von der Küste oder dem letztem Seezeichen.
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / 48 Bordtage / 1.500 Sm davon 500 Sm als Skipper / 5 Nachtansteuerungen /
    5 Nachtfahrten / 50 Std. Non Stop Fahrt davon min. 10 Std. außerhalb des FB 2 / Distanz vom Ausgangshafen zum Zielhafen min. 100 Sm /
    16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorieausbildungsdauer: ca. 30 Std. zusätzlich zum FB 2

Fahrtbereich 4 (FB 4)

  • Gültigkeit: Weltweit ohne Einschränkungen.
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / 70 Bordtage / 5.000 Sm davon 2000 als Skipper / 3 Nachtansteuerungen /
    15 Nachtfahrten / 4 Ansteuerungen von Häfen in Gezeitenrevieren / 50 Std. Non Stop Fahrt davon min. 10 Std. außerhalb des FB 2 - Distanz vom
    Ausgangshafen zum Zielhafen min. 100 Sm / Non Stop Fahrt min. 500 Sm davon min. 100 Sm außerhalb des FB 3 - Distanz Ausgangshafen zum
    Zielhafen min. 300 Sm.
  • Theorieausbildungsdauer: ca. 60 Std. Hauptteil Astronavigation und Spezial Wetterkunde, besondere Törnplanung.

Mit diesen Yachtführerscheinen können Sie natürlich auch gleich das ICC Patent – International Certificate for Operators of Pleasure Craft (Internationale Zertifikat für FührerIn von Sportfahrzeugen) lösen. Was müssen Sie tun?
Wir erklären das bei unseren Informationsabenden und Info Gesprächen.

Für genauere Auskünfte und Details zu allen Fragen um die Themen Ausbildung, Führerscheine u. Prüfungen kontaktieren Sie uns bitte einfach.

Welche Lizenz ist nun für Sie die Richtige?

Wir raten aus Erfahrung ab, den FB 3 oder gar FB 4 aus dem “Stand” zu machen. Einige “Skipper” glauben durch ein paar zufällig gelungene Urlaubstörns erfahren genug zu sein, was aber meist weit gefehlt ist.
Eine sinnvolles Upgrade ist von FB 2 auf FB 3. Da hat man für diesen Fahrtbereich auch schon die nötige seemännische Erfahrung gesammelt. 

Apropos Urlaubstörn – Glauben Sie nicht bei einem Urlaubstörn genügend Erfahrung für eine Ausbildung sammeln zu können. Sie sind leider oft nur der “Kojenzahler”.  Sehr viele SkipperInnen sind oft selbst so verunsichert, dass sie nie ein Crewmitglied an das Ruder zu lassen oder gar einen Ab- oder Anleger versuchen lassen, daher ist es vermessen zu glauben, nach ein paar Urlaubstörns ohne zusätzlichen Ausbildungstörn erfolgreich die Prüfung ablegen zu können. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber diese bestätigen nur die Regel.