INFORMATION

Wie werde ich Skipper?

Diese Frage wurde an AICHFELD YACHTING in den letzten 30 Jahren sehr oft gestellt. Dazu fällt mir ein guter Spruch ein: Skipper werden ist relativ leicht, aber ein guter Skipper sein ist schwer. Ich rate gleich vorweg von Ausbildungen ab, die nach dem Motto GELD HIN, SCHEIN HER funktionieren.

AICHFELD YACHTING fährt seinen Kurs mit einer vernünftigen und gezielten Theorieausbildung, wobei für uns noch immer eine aufwendige Praxisausbildung das Entscheidende ist. Nicht der “Skipperschein” ist das Wichtigste, sondern das Können, die richtige Selbsteinschätzung und natürlich auch eine gute Teamfähigkeit. Diese 3 Faktoren kann man nur durch viel Training und Erfahrung aufbauen.

Auf dieser Seite geben wir dir einen guten Überblick über die unterschiedlichen Zertifikate und erklären dir wie du diese mit uns gemeinsam am besten erlangen kannst.
Natürlich können diese Informationen kein persönliches Gespräch ersetzen. Deshalb veranstalten wir regelmäßig Infoabende, damit wirklich jeder weiß was Sache ist. Bitte beachte die Seite Termine und News für Terminankündigungen.

Wenn du Fragen hast, stehen wir dir natürlich gerne über unser Kontaktformular oder per Email zur Verfügung.

Welche Möglichkeiten bieten wir dir, damit du zu deinem Yachtführerschein, Zertifikat kommst?

Der Theoretische Teil

Zur Zeit veranstalten wir unsere Schulungen in Form von Wochenendkursen, Seminarausbildungen und Abendkursen:

  • Seminarkurse/-törns: Die zur Zeit beste Aubildungsform. Theorie und Praxis an Bord. Learning by Doing, wirklich brauchbar, anzurechnende Törnwoche, keine mühsamen Termineinteilungen usw.
  • Wochenendkurse: Optimal, freie Zeiteinteilung zum Lernen von Montag bis Freitag.
  • Abendkurse: Nicht ganz optimal. Berufstätige TeilnehmerInnen sind am Abend müde und abgespannt.

Der Praktische Teil              UNSERE AUSBILDUNGSYACHT

Ausbildungstörns und Prüfungtörns sollen unbedingt bis max. Mai und wieder ab frühestens September gefahren werden. Die Saisonzeiten werden für alle SeglerInnen weltweit immer länger. Eine Übungs- oder Trainingscrew ist bei seinen Liegeplatznachbarn nicht sehr gefragt. Im Frühjahr und im Herbst sind passende Winde wahrscheinlicher, als im Sommer. Eine Wetter Instabilität ist auch in diesen Jahreszeiten eher möglich. Nur Sonne und glattes Wasser sind für eine vernünftige Ausbildung unbrauchbar.

  • Ausbildungstörn: Das Optimum für Einsteiger und Urlaubssegler. Bei diesen Törns werden vorwiegend Hafenmanöver, alle Segelmanöver, Navigations- und Nachtfahrten, Sicherheit an Bord, Technik, Crew- und Wacheinteilung, Logbuchführung etc. trainiert. Ein Ausbidungstörn soll nie mehr als 150 Sm bis max. 180 Sm bringen. Mehr Seemeilen bedeuten bereits, dass die ein Meilentörn ist und somit andere wichtige Ausbildungs Themen gekürzt werden.
  • Meilentörn: Auch dieser Törncharakter hat seine gute Berechtigung. Man erkennt, ob man für längere Schläge überhaupt geeignet ist, oder doch lieber kürzere Legs machen will. Die Ausbildung kommt dabei natürlich auch nicht zu kurz. Viele Segelmanöver, viele Nachtfahrten mit Nachtansteuerungen, geregelter Wachplan, spezielle Verproviantierung an Bord, Navigation außerhalb Landsicht, teilweise Wetternavigation, und verstärkte Sicherheitsausbildung in allen Bereichen. Es werden ca. 350 Sm bis ca. 500 Sm in einer Woche, je nach Revier, gefahren.
  • Prüfungstörn: Wie schon der Name verspricht, ist das der letzte Törn der Ausbildungs Phase. BITTE benutze diesen Törn nicht dazu, um das Segeln/Mortoryachting erst zu erlernen. Kein Problem für Auszubildende, denn bis Prüfungsbeginn wird ja noch sehr viel trainiert und Azubis sind im Yachtbetrieb voll integriert, auch während der Prüfung.

Noch ein Hinweis zum Schluss. Mische nie die verschiedenen Törncharakter, das geht daneben. Im Klartext heißt das, dass du keinen Urlaubstörn zu einem Ausbildungstörn machen sollst, denn so verlierst du deine Crews.

Welche Yachtführerscheine und Zertifkate kannst du bei AICHFELD YACHTING erwerben?

Wir veranstalten mit unserem Partner MSVÖ – Motorbootsport- und Seefahrtsverband Österreich alle Ausbildungen für Internationale Küsten- und Hochseepatente für Segel- und Motoryachten.

Fahrtbereich 1 (FB 1)

  • Gültigkeit: 3 Sm Entfernung von der Küste oder dem letzten Seezeichen, Watt- oder Tagesfahrt
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / 50 Sm / 1 Nachtfahrt und 1 Nachtansteuerung / 16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorie Ausbildungsdauer: ca. 20 Std.

Fahrtbereich 2 (FB 2)

  • Gültigkeit: 20 Sm Entfernung von der Küste oder dem letzten Seezeichen.
  • Voraussetzungen für die Praxisprüfung: körperliche und geistige Eignung / Segeln 500 Sm / Motor 300 Sm und jeweils 3 Nachtansteuerungen u. 3 Nachtfahrten
    16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorie Ausbildungsdauer: ca. 35 Std.

Fahrtbereich 3 (FB 3)

  • Gültigkeit: 200 Sm Entfernung von der Küste oder dem letzten Seezeichen.
  • Voraussetzungen: die Vorlage des jeweiligen FB 2 Zertifikates für Segel- oder Motoryachten oder für Beides
    Für Segelyachten weiters 1.500 Sm, davon min. 500 Sm als SchiffsführerIn / 5 Nachtfahrten und 5 Nachtansteuerungen
    Für Motoryachten weiters 1.000 Sm, davon min. 250 Sm als SchiffsführerIn / 5 Nachtfahrten und 5 Nachtansteuerungen
  • 16 stündigen 1. Hilfe Kurs
  • Theorie Ausbildungsdauer: ca. 20 Std.

Fahrtbereich 4 (FB 4)

  • Gültigkeit: Weltweit ohne Einschränkungen.
  • Voraussetzungen: die Vorlage des jeweiligen FB 3 Zertifkates für Segel- oder Motoryachten oder für Beides
    Für Segelyachten weiters 3.500 Sm, davon min. 1.000 Sm als SchiffsführerIn / 5 Nachtfahrten und 5 Nachtansteuerungen
    Für Motoryachten weiters 2.500 Sm, davon min.   750 Sm  als SchiffsführerIn / 5 Nachtfahrten und 5 Nachtansteuerungen
  • Theorieausbildungsdauer: ca. 40 Std. Hauptteil Astronavigation, erweiterte Wetterkunde und besondere Törnplanung.

Mit diesen Yachtführerscheinen kannst du natürlich auch gleich das ICC Patent – International Certificate for Operators of Pleasure Craft (Internationale Zertifikat für FührerIn von Sportfahrzeugen) lösen. Was musst du tun?
Wir erklären das bei unseren Informationsabenden und Info Gesprächen. Achtung! Eine Ausbildung für den FB 4 ohne einen Ozean (z.B. nur Mittelmeer oder Ostsee) erlebt zu haben ist praxisfremd und nicht sinnvoll.
Leider sind die Anforderungen für einen FB 4 auf ein sehr niedriges Niveau gesunken. Bei einigen Anbietern ist die FB 4 Ausbildung dem kroatischen Küstenpatent gleich zu setzen.

Leider kursieren schon wieder - auch Yachtcharter Anbieter - und werben für ausländische Patente, die für ÖsterreicherInnen total wertlos sind.
Ein ausländisches Patent ist für ÖsterreicherInnen nur in diesem Land gültig, wo es erworben wurde. Wenn die Charterfirma dieses Patent anerkennt, heißt das noch lange nicht, dass es auch die örtlichen Behörden anerkennen. Da hat es in letzter Zeit an manchen Orten große Probleme gegeben, wo immer die SkipperIn mit der Crew auf der Strecke geblieben ist.
Seit dem 01.01.2012 werden in vielen Ländern auch keine öst. Verbandsführerscheine mehr akzeptiert. Dort wird nur mehr das IC Internationales Certificat verlangt, ausgestellt von der VIA DONAU

Für genauere Auskünfte und Details zu allen Fragen um die Themen Ausbildung, Führerscheine u. Prüfungen kontaktiere uns bitte.

Welche Lizenz ist nun für dich die Richtige?

Wir raten aus Erfahrung ab, den FB 3 oder gar FB 4 aus dem “Stand” zu machen. Einige “Skipper” glauben durch ein paar zufällig gelungene Urlaubstörns erfahren genug zu sein, was aber meist weit gefehlt ist.
Eine sinnvolles Upgrade ist von FB 2 auf FB 3. Da hat man für diesen Fahrtbereich auch schon die nötige seemännische Erfahrung gesammelt. 

Apropos Urlaubstörn – Glaube nicht bei einem Urlaubstörn genügend Erfahrung für eine Ausbildung sammeln zu können. Du bist leider oft nur der “Kojenzahler”.  Sehr viele SkipperInnen sind oft selbst so verunsichert, dass sie nie ein Crewmitglied an das Ruder lassen oder gar einen Ab- oder Anleger versuchen lassen, daher ist es vermessen zu glauben, nach ein paar Urlaubstörns ohne zusätzlichen Ausbildungstörn erfolgreich die Prüfung ablegen zu können. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber diese bestätigen nur die Regel.